Hand und Fuss

Basiert das Konzept vom Denkraum eigentlich auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen? Wenn ja, auf welchen?

Die Idee des Denkraums ist inspiriert von den Arbeiten von Nancy Kline, die untersucht hat, welche Umstände für gelungene Kommunikation nötig sind. In ihrem Buch „Time to Think“ (Link zu Amazon) beschreibt sie zehn Faktoren, welche notwendig sind, um gutes Denken zu ermöglichen. Marion Miketta (https://merckerundmiketta.de/leben-marion-miketta.html) hat das Thema hervorragend in den Kontext von Coaching in Deutschland übertragen.

Die Art der „nichtdirektiven Beratung“ hat bereits der bedeutende Psychologe Carl Rogers (1902-1987) in seiner klientenzentrierten Gesprächstherapie verankert. Seine Arbeit war von einem positiven Menschenbild geprägt („Der Mensch ist gut.“) und wirkt bis heute in viele Bereiche der Psychologie, Soziologie, Sozialen Arbeit und Medizin.

Auch die systemische Therapie und Beratung gibt – anders als manche andere Strömung –  dem Klienten die Interpretationshoheit über das Erlebte zurück. Der Klient wird als Experte für sein eigenes Leben betrachtet, der Berater oder Therapeut unterstützt den Klienten lediglich durch seine Beobachter-Position bei der Entdeckung neuer Perspektiven. Durch ihre ganzheitliche Perspektive auf die Einbindung in den sozialen Kontext und die Bedeutung von Kommunikation bietet erweitert sie die Möglichkeiten der Beratung sowohl methodisch als auch theoretisch.

Schließlich ist in den letzten Jahren die Bedeutung und positive Wirkung von Achtsamkeit in allen Bereichen unseres Lebens besser erforscht worden. Nicht nur im therapeutischen Bereich haben sie zahlreiche Programme entwickelt (z.B. MBSR, MBCT), längst hat Achtsamkeit sogar in Wirtschaftsunternehmen Fuß gefasst (z.B. mit Googles SIYLI-Programm). Ihnen einen wertschätzendes, achtsamen Zuhörer zur Verfügung zu stellen ist der Kern des Angebotes vom Denkraum.